Systematisch und kindgerecht


Wie Sprachförderung wirkt: Nacherzählungen

In der Grundschule stehen Kinder vor der Aufgabe, Erlebnisse oder Bildergeschichten nachzuerzählen oder Geschichten zu erfinden und sie anderen mitzuteilen. Das fällt vielen Kindern erfahrungsgemäß schwer.


Die Einheiten im Fördermaterial des Primarbereichs fokussieren verstärkt den Bereich des Erzählens. Welches Lernpotenzial dabei in den Kindern steckt, zeigt ein Beispiel:

 

 

 

Vor der Förderung sagen die Kinder:             Nach der Förderung sagen die Kinder:

Der Hund wollte ins ... baden gehen in 
Wasser. Dann ist der in Wasser
gesprungen. Und dann hat die Anna
geputzt.

 

 

 


Die Anna wollte ... ist mit dem Hund spazieren.

Der Hund hat ein Fluss gesehen. Und da wollte
er dahingehen. Und dann ist er einfach darein.
Und die Anna sagt „Ach Schreck!“ Und dann
sind sie nach Hause laufen. Der war dreckig.
Und dann sind sie nach Hause gekommen.
Das Haus war voller Wasser und Abdrucke.
Dann hat die Mama geschimpft. Und dann
musste die Anna den Boden sauber machen..

 

Die Kinder haben gelernt, ihre Nacherzählung nachvollziehbar zu strukturieren. Sie greifen dazu nicht nur die Inhalte vollständig auf, sie stellen die Ereignisse auch in der Reihenfolge des Geschehens dar. Dafür verwenden sie zunehmend die passenden sprachlichen Formen (z. B. der Hund – er). Sie markieren die zeitliche Abfolge der Ereignisse, wie sie für eine Erzählung im Deutschen zentral ist.